Wartburg 353W

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Am 13.07.2013 war es endlich soweit:
Ein lang gehegter Traum wird wahr, ich habe mir einen Wartburg gekauft! :)
Der Wagen wurde in Dresden erworben und befindet sich in einem sehr guten Zustand.

Ein paar Daten zu dem guten Stück:

- Baujahr 1985
- Kilometerstand ca. 172.000km, nach etwa 132.000km Einbau eines Austauschmotors
- verchromte Stoßstangen (gehören zum Vorgängermodell)
- gelb gefärbte Nebelscheinwerfer

Ganz besonderes Extra:

- Eigenbau Multifunktionsanzeige im Armaturenbrett. :)

Wartburg

Nach der Überführung in seine neue Heimat wartet der Wartburg jetzt erstmal auf die Erledigung einiges Papierkrams auf der Zulassungsstelle.


28.07.2013

Die Ummeldung ist inzwischen über die Bühne gegangen und der Wartburg steht mit neuen Nummernschildern in der Garage bereit.
Dieses Wochenende war etwas "Kosmetik" notwendig.
Wie auch beim Trabant sind im Laufe der Jahre die Plastikteile ausgeblichen. Mit Stoßstangenschwarz kann man dies aber wieder etwas auffrischen.
Zum Vergleich: Behandelter und unbehandelter Spiegel.
Spiegel Vergleich
Aus Alt mach Neu:
Spiegel

Das Innenleben des Spiegels auf der Beifahrerseite hat zudem Rost angesetzt. Dieser wurde entfernt, der Rostschutz muss jetzt erstmal trocknen.
Die Türgriffe werden demnächst auch mit Stoßstangenschwarz behandelt.


31.07.2013

Ein Besuch beim Schrottplatz meines Vertrauens verlief gestern etwas positiver, als erwartet. Meine Hoffnungen irgendetwas von einem Wartburg zu finden
gingen ja gegen Null, aber ich hatte Glück:

- 2 Abdeckungen für die Rückleuchten
- 2 Plastabdeckungen für die Schrauben am Scheibenwischer

Beides brauchte ich nicht wirklich, aber bei 3 Euro konnte ich doch nicht widerstehen...
Die Plasteabdeckungen haben mich aber zu dem Entschluss gebracht, die Scheibenwischerarme auszubauen und neu zu lackieren.
Zunächst sollte man dafür einen Abzieher für die Wischerarme "bauen":
Abzieher
Abzieher nach: WartburgPeter

Die Wischerarme wurden nach dem Lösen leicht angeschliffen mit Lack in "tiefschwarz" besprüht.
Wischerarm
Es ist ein klein wenig uneben geworden, aber das fällt nur von der Nähe auf...


02.08.2013

Der Schriftzug "tourist" auf der Heckklappe ist eigentlich nicht passend für dieses Modell, daher habe ich einen passenden gekauft.
Die anderen - silber lackierten - Schriftzüge wurden auch gleich gegen einen Satz schwarze ausgetauscht.
Silbern sieht zwar edel aus, ist aber eben nicht original. Sie sind deswegen jetzt erstmal sicher in einer kleinen Schachtel aufbewahrt.
Schriftzug


10.08.2013

Heute vormittag bei schönstem Wetter ging es mit dem Wartburg nach Nossen, zum "10. Trabant- und IFA-Fahrzeuge-Treffen"
Einige Bilder sind bei Animexx zu sehen. Lustige Geschichte des Tages:
Ein Anwesender wollte mir meine DDR-Parkscheibe mit dem Aufdruck "camptourist" abkaufen.
Leider musste ich dieses Angebot ablehnen, da ich ja sonst keinen passenden Ersatz habe. :)

IFA Treffen
Das Beweisfoto: Der Wartburg war mit dabei. :)


17.08.2013

Der Absperrhahn am Wärmetauscher saß fest und der Bowdenzug war auch nicht angeschlossen. Bei den sommerlichen Temperaturen der letzten Wochen ein ärgerlicher Zustand,
da der Hahn in der Stellung "warm" festhing...
Der Hahn wurde daher vorsichtig zerlegt, gereinigt und mit etwas neuem Fett wieder zusammen gebaut. Da der Bowdenzug etwas zu kurz war, um angeschraubt zu werden
(vermutlich ist schonmal ein Stück vom Draht weggebrochen), wurde dieser vorsichtig am Mantel vor gezogen.
Es reicht grad so, um ihn festzuschrauben. :)


18.08.2013

Auf den Burg- und Altstadtfest in Leisnig fand dieses Jahr wieder ein kleines Oldtimertreffen statt.
Auch neben Käfer und Opel macht der Wartburg eine gute Figur. Vom Fahrkomfort ganz zu schweigen. ;)

Leisnig
Mehr Bilder findet man auf Animexx.


01.09.2013

Diese Woche auf dem Heimweg von der Arbeit hatte der Wartburg auf einmal einen Zylinderausfall mit starkem Leistungsverlust.
Zuhause beim Prüfen der Zündkerzen dann die Erkenntnis: Zylinder 3 ist stark verölt, da zündet nichts mehr.
Sehr wahrscheinlich bestand das Problem schon länger, ich habe es nur nicht wahrgenommen. Jedenfalls deutet das Fehlerbild auf die Benzinpumpe hin.
Daher wurde diese zerlegt, gereinigt und eine neue Membran eingesetzt. Im gleichen Zug habe ich noch zwei angerostete Kerzenstecker getauscht und Zylinder 3 eine neue Zündkerze spendiert.
Benzinpumpe
Eine kleine Testfahrt ergab: Die Kerze bleibt trocken. Damit ist das Problem vermutlich erstmal gelöst. :)
(Ja, der Motor hätte auch mal eine Wäsche nötig, aber das ist erstmal nicht in naher Zukunft geplant. ;) )


04.09.2013

Heute nur ein paar kleine Details am Wartburg geändert.
Im Wartburg war ein Radio eingebaut, das mir ganz und garnicht gefallen hat. Es war ein recht "modernes" Gerät aus den 90ern.
Da ich leider kein RFT-Radio griffbereit hatte, musste ich erstmal ein anderes einbauen. Hergestellt für Quelle und mit Sicherheit älter, als der Wartburg.
Aber es passt doch sehr gut ins Bild:
Quelle Universum

Des Weiteren habe ich einen kleinen Wimpel bei einem bekannten Auktionshaus erworben. Damit auch der letzte Depp erkennt, wo dieses schöne Fahrzeug gebaut wurde. ;)
Wimpel


09.09.2013

Am Wochenende ist nur ein kleines Teil geworden. Die Hupe hat neuen Lack bekommen. Original war sie zwar nur verzinkt, aber ich finde, schwarz sieht gut aus.
Hupe
Von links: Vorher - neue Zinkschicht - mit Lack.
Der Haltewinkel ist noch unbehandelt, den werde ich wohl während der Winterpause zusammen mit einigen anderen Teilen neu verzinken lassen.


14.09.2013

Trotz kühlem Wetter war der Wartburg heute beim Oldtimertreffen zum Feuerwehrfest in Hartha dabei. Immerhin schien die Sonne ein wenig. :)
Hartha
Hier steht er, dezent im Hintergrund. Witzigerweise ist auch der Wartburg im Vordergrund Baujahr 1985.
Dieser muss also noch vor der Umstellung auf die "neue" Front und die Verlagerung des Kühlers nach vorne entstanden sein.


17.09.2013

Heute wurde der zweite Teil einer "EBM" - Ersatzteil-Beschaffungs-Maßnahme durchgeführt.
Der vordere Kotflügel auf der Beifahrerseite hat schon Rost angesetzt und muss getauscht werden. Die Motorhaube muss auch gewechselt werden.
Die ist zwar an sich noch in Ordnung, gehört aber eigentlich zum Wartburg 1.3!
Der Kotflügel wurde letzte Woche schon im Kofferraum vom Wartburg heimgebracht. Für die Motorhaube war aber kein Platz.
Darum wurde diese heute auf den Skoda geschnallt und ab ging die Fahrt:
Motorhaube
Beide Teile sind noch unbenutzt, d.h. nur grundiert. Angebaut und lackiert werden sie aber erst im späten Herbst oder Winter.
Bis dahin werden sie erstmal abgekehrt und sicher verpackt in der Garage gelagert.


03.10.2013

Bei schönem, aber anfangs kühlen Wetter ging es heute mit dem Wartburg nach Colditz. Der dortige Tourismusverband hat eine kleine Oldtimerausfahrt organisiert.
Von Colditz ging es nach Schloss Hubertusburg, nach einem Rundgang und Mittagessen im Ort. Als Abschluss des Tages gab es eine Tasse heiße Schokolade in der Chocolaterie Wermsdorf.
Colditz


02.01.2014

Seit Oktober wurde einiges am Wartburg gemacht. Ein Gespräch in der Lackiererei hat mich zu dem Entschluss gebracht nicht nur Kotflügel und Motorhaube,
sondern außen komplett neu Lackieren zu lassen. Zuerst wurde dann die Motorhaube und der rechte Kotflügel abgebaut.
Nach der Abnahme der hinteren Kotflügel ergab sich leider ein etwas trauriger Anblick: Teilweise war dort kein Rost am Blech vorhanden, sondern nur noch etwas Blech am Rost...!
Rost hinten links

Rost hinten rechts
Hier muss doch etwas mehr gemacht werden...
Wartburg
Alle Anbauteile (Türgriffe, Spiegel, Blinker, ...) wurden abgeschraubt.
Es hat sich dann gezeigt, dass auch vorne rechts schon ein Loch unterm Kotflügel war.
Aus diesem Grund wurde dann auch noch der linke vordere Kotflügel abgenommen. Ergebnis: Auch dort schon ein Loch im Wartburg und auch leichter Rost im Innenraum.
Rost vorne links
Eingekreist: Die Durchrostung.

Die hinteren Kotflügel werden oben in einer Blechschiene festgeklemmt. Scheinbar fließt dort eindringendes Wasser nicht ab und hat trotz Konservierung Schaden angerichtet.
Die Blechschienen wurden daher mit einem Schweißpunktbohrer (rechts wegen dem Tankstutzen zusätzlich mit einem spitzen Meißel) entfernt.
Schiene Kotfluegel
Der Rost wurde so gut es ging entfernt, auch die Schrauben der vorderen Kotflügel grob gereinigt und zum Verzinken geschafft.
Schrauben Kotfluegel
Zusammen mit den Schrauben sind auch gleich die Haltewinkel der Motorhaube und der Hupe, sowie der Bügel an der Batterie durchs Zinkbad gegangen. :)
Der neue Kotflügel und die Motorhaube wurden nur leicht angezogen, beim Lackierer kommt beides sowieso wieder runter.
Alles wieder dran
Da der Kotflügel etwas älter ist, als er sein sollte - er hat noch die Bügel für den Ausgleichsbehälter - musste noch ein Halteblech für den KMVA-Geber angebracht werden.
Der Winkel (natürlich auch verzinkt) wurde mit Blindnieten an der passenden Stelle befestigt.
Buegel Geber
Die Beifahrertür hat unten auch schon zu rosten angefangen, darum wurde auch gleich eine "Neue" besorgt. Beim Oldtimerservice Nestler war recht günstig eine mit Innenleben zu haben.
Wie auch bei den Türen am Wartburg wurden die Scheibe, Schloss und Türgriff demontiert, im Anschluss noch der Dichtgummi rausgezogen.
Beifahrertuer
Auf einer bekannten Auktionsplattform konnte ich dann auch noch etwas sehr brauchbares ergattern: Ein Ersatzblech für hinten!
Das erspart meinem Lackierer das aufwändige Anfertigen eines Ersatzblechs (und mir hoffentlich höhere Kosten ;) ).
Zusammen mit der Ersatztür, den hinteren Kotflügeln und der Schürze ist das Blech im Kofferraum verstaut und wartet auf den Lackierer.
Ersatzteillager
Am 02.01.2014 ist es dann soweit - der Wartburg geht zum Lackieren. Bis bald, mein Freund!
Er wird geholt

Bis der Wartburg wieder da ist, sind noch einige Dinge vorzubereiten.
Als Erstes wurden die Türgriffe endlich mit Stoßstangenschwarz überstrichen. Drei bzw. vier Schichten waren notwendig, aber das Ergebnis ist doch erfreulich. :)
Tuergriffe
Als nächstes müssen diverse Blechteile zum Verzinken vorbereitet werden.


22.03.2014

Nachdem die Türgriffe wieder frisch erstrahlen, sollten eigentlich die Schließzylinder wieder eingebaut werden. Diese zeigen aber nach all den Jahren doch einiges an Korrosion.
Die Hülle der Schließzylinder besteht aus verchromtem Zinkdruckguss. Neu verchromen ist daher schlecht möglich - beim Entchromen würde das Zink eher zersetzt, als die Chromschicht...
Aus diesem Grund wurden Ersatzschlösser (unbenutzte Lagerware natürlich) besorgt und das Innenleben getauscht. Hierbei sollte man jedoch aufpassen -
nach häufiger Benutzung neigen die Zuhaltungen des alten Zylinders zum Herausfallen, in dem Fall ist dann puzzeln angesagt, um die richtige Reihenfolge wieder zu finden. ;)
Schliesszylinder
Links: Zylinder mit neuer Hülle, rechts: alter Zylinder.

Als Nächstes waren die Einstiegsleisten an der Reihe: Beim Wartburg sind dies einfache, matte Alu-Profile.
Mit einer Polierscheibe wurden die Leisten sowie die zugehörigen Linsensenkschrauben auf Glanz gebracht und anschließend mit Klarlack besprüht.
Tuerleiste
Links: Türleiste - vorne schon poliert, rechts: alte und polierte Schrauben.

Der nächste Kandidat auf der "Polierliste" war der Kühler. Oben und unten sind an diesen verzinkte Blechschienen angebracht, bei denen allerdings schon Rost zu sehen ist.
Der Rost wurde so gut es ging vorsichtig abgeschliffen, alles notwendige am Kühler abgeklebt und dieser danach mit einer Schicht Sprühzink und schwarzen Lack überzogen.
Kuehler
Links: Teilweise abgeschliffen, rechts: nach einer Schicht Zink und schwarzem Lack.


30.03.2014

Diese Woche wurden einige Blechteile vom Verzinken geholt, die als nächstes pulverbeschichtet werden sollen, sowie einige Teile, die nicht weiter veredelt werden.
Verzinkte Teile
Diese Teile bekommen noch eine schwarze Schicht. Am Pedalblech sieht man noch gut, wo es bereits Rost angesetzt hatte.

Die Polierarbeiten sind inzwischen weiter voran geschritten. Die Schließkeile sind poliert und mit Klarlack überzogen worden.
Schliesskeile
Original waren diese wohl chromatiert, da sie aber nun mit dem Aluminium verpresst sind, war nur blank polieren möglich. Sieht aber auch schick aus. :)

Der Schalter im Bereich der Heckklappe besitzt eine Gummiunterlage, für die beiden Schalter an den Vordertüren trifft das aber nicht zu.
Aus Moosgummi wurden deswegen noch zwei Stück "geschnitzt".
Unterlage


09.04.2014

Bevor die Türen ihre "Innereien" zurück erhalten, wurden sie nochmal mit Fluid Film eingepinselt, die Kurbelappartate und Türöffner ebenfalls.
Tuer Konserve
Hier tropfen die Türen noch fröhlich vor sich hin, bevor es weitergehen kann.

Inzwischen sind die verzinkten Teile auch vom Bepulvern zurück.
bepulvert

Allerdings wurde mir bei deren Anblick klar, dass ich den Elektrolüfter so wie er ist nicht wieder einbauen kann (will) - auch hier ist eine Schicht schwarzer Lack notwendig!
Elektroluefter
Von links: vorher - mit Rostschutz - fertig lackiert


01.05.2014

Der Zusammenbau ist inswischen weiter fortgeschritten. Als "Ostergeschenk" hatte ich zwei Kartons verzinkte Teile zurück bekommen.
Dabei waren unter anderem Schrauben und Blechteile für die Türklinken und -schlösser, Stoßstangen, verschiedene Haltebleche aus dem Motorraum und von den hinteren Kotflügeln usw...
Verzinktes II

Da das Frontmittelteil noch nicht fest montiert war, wurde der Anlasser ausgebaut und erstmal gereinigt. Eine neue Lackschicht könnte ihm sicherlich gut tun.
Anlasser vorher

Nach dem Abbürsten, Rostschutz- und schwarzem Lack schaut er wieder etwas besser aus (ja, ringsrum muss immer noch einiges getan werden...).
Anlasser nachher
Das Stückchen Benzinschlauch zur Kraftstoffpumpe und weiter zum KMVA-Geber wurde dabei auch gleich getauscht, weil dort schon das Benzin durchgesifft hat.
Auch der Geber wurde gleich getauscht durch einen vom Schrottplatz - beim alten Geber war ein Riss im Gehäuse, der mit Klebeband abgedichtet war.
Zwar hielt es dort noch ziemlich dicht, aber wenn man schonmal am tauschen ist... :)

Als das Innenleben der Türen wieder eingebaut war, wurde noch eine kleine Verschönerung der Innenverkleidung vorgenommen - die Alurahmen der Aschenbecher wurden poliert und lackiert,
für die schwarzen Deckel gab es noch eine Schicht Stoßstangenschwarz (nicht sehr stark sichtbar, aber einen Tick besser sieht es aus ;) ).
Natürlich wurden die Innenverkleidungen auch nochmal vorsichtig mit lauwarmen Seifenwasser abgewaschen.
Ascher

Von den Schaumstoffstücken in den Türen waren einige schon zerbröselt und auch eine Folie zerrissen. Aus noch vorhandenen Resten wurden Neue zugeschnitten.
Tuer_innen

Weiter gings im Motorraum - eine der Zündspulen war ein sowjetisches Fabrikat, das leider etwas zu groß für den Halter war und wurde daher an den Seiten eingequetscht,
die anderen beiden scheinbar noch die originalen Spulen von 1985.
Nach fast 29 Jahren wollte ich dem Wartburg daher ein paar neue spendieren. Beim Wechsel stellte sich dann schnell heraus, dass der Fehler manchmal im Detail liegt...
Gegenüber dem Stromlaufplan waren zwei Kabel(farben) vom Unterbrecher getauscht, das wurde "Stromlaufplan-gerecht" zurückgeändert.

Nach Einbau des Frontmittelteils mit Kühler und Scheinwerfern wurde Kühlwasser eingelassen...allerdings nicht für sehr lange.
Der Thermoschalter für das Gebläse war undicht. Also nochmal ablassen, Schalter einhanfen und wieder auffüllen - passt! :)

Da schon einige von den Stiften der Luftschachtblenden abgebrochen waren und kein Ersatz aufzutreiben war, blieb nichts anderes übrig, als sie wieder einzukleben.
Blende
Auf den Blenden wurden vorher auch nochmal zwei bzw. drei Schichten Stoßstangenschwarz aufgebracht, Spanngurt vom Anhänger hält sie in Position.

Da soweit elektrisch alles verbunden war, wurde der Wartburg (endlich) das erste Mal in diesem Jahr angelassen - er hat anstandslos mitgespielt, man riecht ihn wieder! :)

Was fehlt?
- momentan sind die Nebelscheinwerfer, sowie die Schürze nicht montiert
- die Anhängerkupplung ist nicht angebaut und wird es in naher Zukunft auch nicht - mangels dringendem Bedarf und fehlender Löcher im neuen Blech

Was ist noch zu tun?
- zu vieles, um es hier aufzuzählen :)
Die Chromstoßstangen sind noch nicht aufgearbeitet, das ist aber auf jeden Fall nötig. Aus Kostengründen wird dies auf nächsten Winter verschoben.
Im Motorraum und am Fahrgestell sollte noch einiges "runderneuert" werden. Auch dies wird erst im Winter angegangen.


08.08.2014

Seit Mai hat sich einiges getan. Nachdem die Schürze montiert war, ging es an die Nebelscheinwerfer. Stoßstangenschwarz half auch hier,
obwohl im Normalfall sowieso keiner die Rückseiten sieht. ;) Dazu noch neu verzinkte Haltewinkel gibt ein paar Jahre Ruhe.
Nebelscheinwerfer

Die Nebelscheinwerfer wurden nachträglich eingebaut, das lassen zumindest die verwendeten Kabel vermuten. Als Relais wurde das für die Hupe Zuständige "zweckentfremdet".
Für drei Euro konnte ich auf dem Schrottplatz meiner Wahl den ab Werk verbauten Kabelbaum ausbauen, da die Stoffummantelung aber schon sehr gelitten hat, wurde sie durch neues Isolierband ersetzt.
Kabelsalat
Links: Kabalsalat frisch von Schrottplatz, rechts: fertig verdrahtet
Das Hupen-Relais wurde dabei wieder seiner ursprünglichen Verwendung zugeführt.

Da alles wieder dran war, konnte der Sommer beginnen und weitere Reparaturen bis diesen Winter warten. Eigentlich. Nach meinem Plan. Der Wartburg hatte aber eigene Pläne...

Nach etlichen Kilometern meldete er sich mit einem unschönen Knirschen im Getriebe. :( Nicht ohne Vorwarnung, aber die Hoffnung war, noch über den Sommer zu kommen.
So wird der Wartburg den Sommer aber in der schattigen Garage verbringen müssen.

Nachdem das Kühlwasser wieder abgelassen (ja, man bekommt langsam Routine. ;D ) und die Front samt Stoßstange wieder ab sind, kann der Motor ausgebaut werden.
Das Getriebe bleibt zunächst drin, da es ein Zweites mit dazu gab. Dieses soll aufgearbeitet und dann einfach eingebaut werden (so zumindest der Plan).

Da sich die Welle der Wasserpumpe schon etwas hakelig drehen ließ, wurde sie erstmal zerlegt.
WaPu
Das Pumpenrad konnte nur mit Abzieher von der Welle getrennt werden und zudem ist der Gummiring von der Membrangleitringdichtung zerbröselt.
Rechts oben: Einzelteile der Welle, unten: Die Welle selbst war angerostet, hier schon mit Zinkspray in der Mitte.


03.09.2014

Das Esatzgetriebe ist inzwischen zerlegt und von außen und innen weitestgehend gereinigt. Neue Dichtringe sind bestellt, einige Blechteile müssen noch zum Verzinken.
Allerdings werden da erstmal noch ein paar Kleinteile zusammengesammelt, bis es soweit ist.

Ersatzgetriebe
Das Getriebe im "Urzustand".

Zum Ausdrücken der Schaltwelle wurden mangels Originalwerkzeug zwei Bleche zurechtgesägt. Zusammen mit einem (auch Eigenbau) Bremstrommelabzieher vom Trabant
wurde der Ausbau zum Kinderspiel. :)
Ziemlich hohl...

Das Getriebe ist scheinbar von 1983 und damit nicht 1:1 einbaubar: Mit dem Frontkühler hat der Wartburg 1985 auch eine andere Kupplung bekommen.
Daher unterscheidet sich der vordere Teil des Getriebegehäuses. Also muss doch erst das Getriebe ausgebaut werden...
Bei dessem Ausbau ist dann auch schon das erste defekte Teil aufgetaucht. Der Silentblock ist zerbrochen:
Silentblock
Hier sieht man gut, dass der Schaden schon länger bestanden haben muss. Nur im eingekreisten Teil war die Bruchstelle noch "frisch".
Die restliche Bruchstelle zeigt schon Rost. Möglicherweise ist das schon der Hauptgrund für das laute Knirschen.
Da das Getriebe nun aber sowieso draußen ist, erfolgt dennoch eine Überprüfung.


06.12.2014

Da Motor und Getriebe erstmal außerhalb des Wartburg liegen, sollten auch gleich ein paar andere "Baustellen" mit erledigt werden.

Die Manschetten der Kugelgelenke an den Querlenkern waren auf beiden Seiten beschädigt, auf der Fahrerseite hat sich bereits
Rost darunter angesetzt. Hier sollte auf jeden Fall das Kugelgelenk getauscht werden.
Kugelgelenke
Nach dem Ausbau hinterlassen auch die Radantriebe und Querlenker einen überarbeitungswürdigen Eindruck...
Radantrieb

Querlenker

Die Querlenker wurden verzinkt und anschließend pulverbeschichtet. Die Silentbuchsen wurden zudem auch erneuert.
Querlenker neu

Auch die Schrauben der Radantriebe sowie die Schutzbleche wurden verzinkt.
Schutzblech
links: grob gereinigtes Schutzblech, rechts: Sternenhimmel? Nein, die Löcher im Schutzblech!
Schutzblech
links: neu verzinkt, rechts: mit einer Schicht Einbrennlack sieht es gleich besser aus.

Impressionen vom Radantrieb und einem Teil eines Bremssattels. Die Gußteile wurden nicht verzinkt.
Sie wurden nur mit der Drahtbürste entrostet (natürlich nicht per Hand, mit der Bohrmaschine! ;) ) und mit Einbrennlack geschützt.
Einige kleine Stellen werden danach sicher wieder Rost ansetzen, da der Lack die Poren im Eisenguß nicht ganz verschließt,
aber gegenüber dem alten Zustand stellt es auf jeden Fall eine Verbesserung dar.
Radantrieb
rot markiert: Risse im Staubschutzgummi an den Bremskolben, diese müssen auch gewechselt werden.

Es hat sich gezeigt, dass mindestens eines der 6009 Radlager schon schwergängig ist und auch die Wellendichtringe schon Abnutzungsspuren haben.
Daher wurde ein neuer Satz Radlager und Dichtringe besorgt, sowie ausreichend Gelenkwellenfett.
Radantrieb
links: Schwenklager mit neuem 6307 Lager und Radnabe mit neuem 6009 Lager, rechts: montierter Radantrieb

Bremssattel
Ein aufgearbeiteter Bremssattel: Schwarzer Einbrennlack für die Optik und als Rostschutz, neue Dichtringe und Staubschutzgummis.
Die Bremskolben haben eine Schicht Zink-Alu-Spray erhalten, auch das soll dem Rostschutz dienen.

Baustelle "Pedalwelle":
Weiter geht es an der Pedalwelle. Sowohl das Kupplungs- als auch Bremspedal wurden ausgebaut, um sie zu verzinken. Dabei wurden die Einlaufspuren an der Pedalwelle sichtbar.
Knapp 172.000 km gehen eben doch nicht spurlos vorbei. Zum Ausbau der Welle wurde der Rahmen unterhalb der Welle mit einer Heißluftpistole erwärmt und die Welle
Stück für Stück ausgeschlagen. Auch die Bundbuchsen der Pedale zerbröseln schon, sie müssen auch ersetzt werden.
Alte Pedalwelle

Eine neue Pedalwelle und Bundbuchsen konnten dank des Internets leicht besorgt werden. Die Buchsen liessen sich gut in die aufgearbeiteten Pedale einpressen.
Mit etwas feinem Schleifpapier wurden sie nachgearbeitet, damit sie besser auf die Welle gleiten.
Neue Pedalwelle


20.12.2014

Neben der Pedalwelle wurde auch der Hauptbremzzylinder ausgebaut. Rot markiert: Gerissene Gummikappe. Ist schlecht zu erkennen, aber die ist schon in 2 Teile zerfallen.
HBZ alt

Nach einer groben Reinigung mit Bezin kam auch hier ein wenig mehr Rost als nötig zum Vorschein. ;)
HBZ alt

Mit Drahtbürste und Sandpapier wurde dieser entfernt, sodass neuer Lack aufgetragen werden kann.
HBZ sauber

Das Ergebnis nach zwei Schichten Bremssattellack. Einbrennlack war hier nicht möglich, da der Bremszylinder nicht weiter zerlegt wurde.
HBZ neu


24.12.2014

Nachdem das Getriebe gereinigt und wieder zusammengebaut wurde, konnte es wieder in den Wartburg "eingefädelt" werden.
Im Getriebe konnten erstmal keine optischen Mängel festgestellt werden. Die Achse des Rücklaufrades hatte sich allerdings "freigedreht" -
im Gehäuseteil waren die Schleifspuren zu sehen, die Achse hat sich scheinbar schon längere Zeit mit dem Rücklaufrad mitgedreht.
Sie wurde daher mit Flüssigmetall festgeklebt. Außerdem wurden die Wellendichtringe ersetzt und alle außen liegenden Schrauben verzinkt.
Der Kupplungshebel, die Abdeckkappe der Schaltwelle und der Halter der Freilaufsperre wurden schwarz lackiert.
Letzteres hatte hauptsächlich optische Gründe. Der Rücklichtschalter wird auch noch gewechselt. :)
Getriebe neu

Ob die Verklebung an den Gehäuseteilen dicht hält, wurde noch nicht getestet. Getriebeöl wird erst aufgefüllt, wenn der Motor auch drin ist.
(Und vor allem das neue Öl dann erstmal hier ist ;) )


22.01.2019

Nach langer Abstinenz gibt es mal wieder ein Update auf der Seite, seit Ende 2014 (wie doch die Zeit vergeht...!) hat sich einiges getan.
Daher gibt es nur einen kleinen Abriss in Bildern, also los geht's!

Der Motor, der für die Überarbeitung des Getriebes sowieso schon ausgebaut war, wurde erstmal ein wenig gereinigt...
Motorblock vorher

...alle größeren Anbauteile wurden entfernt (Krümmer, Vergaser, etc.)...
Motorblock vorher

...und die leichten Roststellen unterhalb der Zylinderkopfs mit der Drahtbürste "behandelt"...
Motorblock gebuerstet

...Einbrennlack verleiht dem Motor neuen Glanz (mal sehen, wie lange?) - linke Seite schon fertig, die rechte Seite wartet noch...
Motorblock mit Lack

...auch die Anbauteile erhielten einen Frühjahrsputz, hier der Ansaugflansch...
Vergaserflansch

...Der Motor nach dem Lackieren und Zusammenbau der Wasserpumpe...
Motorblock nacher

...Teekessel im Wartburg? - Nein, der Abzweigtopf hat etwas Rostschutz erhalten, schwarzer Lack folgt...
Abzweigtopf

...auch die Antriebswellen haben Rostschutz und neues Schwarz erhalten, natürlich auch neues Fett...
Antriebswellen

...Die Vorderachse nach der Montage...
Vorderachse

...Die Bremsanlage hat neue Leitungen aus Cunifer spendiert bekommen...
HBZ

...Der Motorraum nach der Montage, der Krümmer wurde noch silbern lackiert...
Motorraum

...Da sich eine Undichtigkeit an der Zylinderkopfdichtung zeigte, wurde der Kopf ausgebaut...
Zylinderkopf alt

...abgeschliffen und wieder montiert...
Zylinderkopf neu


Nach einigem Hin und Her habe ich mich dann entschlossen den Wartburg wieder möglichst in den originalen Werkszustand von 1985 zu bringen.
Einige Anbauteile (Chrom-Stoßstangen, Radkappen und Blinkerschalen vom "alten" Modell) wurden daher gut verstaut und gegen die schwarzen Stoßstangen
und Kunststoffradkappen getauscht. Mir persönlich gefällt das auch sehr gut, aber das ist wohl Geschmackssache. :)
Da ich glücklicherweise ein paar günstige Lufthutzen besorgen konnte, wurden diese auch noch auf der Motorhaube montiert.
Und so steht er da und rollt er hin seit 2015:
Wartburg 2015


11.08.2019

Da der Wartburg schon vor einigen Jahren seinen 30. "Geburtstag" gefeiert hat, hat er als Geschenk von mir inzwischen Oldtimer-Kennzeichen bekommen. :)
Hier zusammen mit der ES von meinem Opa zu sehen (Ja, die "Oldtimer-Krankheit" liegt in der Familie...).
2019 08


*Fortsetzung folgt*


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Letzte Änderung: 01.10.2019